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Beiträge der Kategorie Alltag

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[ 7 Apr 2011 | Keine Kommentare | 90 Betrachtungen]

„Wenn du glaubst, etwas als Wahrheit erkannt zu haben, so halte es dem anderen hin wie ein Mantel, in den er hineinschlüpfen kann, schlage es ihm aber nicht wie ein nasses Handtuch um die Ohren.“

(Max Frisch, schweizerischer Schriftsteller, 15.05.1911 – 04.04.1991)

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[ 19 Jan 2011 | Keine Kommentare | 108 Betrachtungen]

Es gibt nicht nur sehr viele Arten, eine Krawatte zu binden. Es gibt auch unzählig Variation, wie Schuhe geschnürt werden können. Ein netter Querschnitt ist hier zu finden:

http://www.fieggen.com/shoelace/lacingmethods.htm

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[ 28 Dez 2010 | Keine Kommentare | 51 Betrachtungen]

Im Lauf der Jahre, die ich in Sitzungen, Abstimmung oder auf Konferenzen verbringen durfte oder auch einfach nur auf der Straße meine Beobachtungen machen konnte, sind mir viele Sachen aufgefallen. Und einige Gedanken zu dem Kleidungsstil möchte ich hier mitteilen – vielleicht auch zum Selbstschutz. Oder mit der Hoffnung, in Zukunft ein bisschen mehr Stil in meinem Umfeld entdecken zu können. Und hier 30 Gedanken zu Kleidung und Stil:

  1. Der Sitz der Kleidung ist das wichtigste an Ihrer Garderobe. Sie können teuersten Kleidungsstücke kaufen – wenn diese nicht passen, werden Sie billig oder schlampig aussehen.
  2. Kaufen Sie sich das Beste, was Sie sich mit Ihrem Budget leisten können. Es wird nicht nur besser aussehen, sondern auch länger halten – das gilt nicht für modische Kleidung oder die gerade hippen Marken, diese können teuer sein und werden trotzdem oft von schlechter Qualität sein.
  3. Einen Anzug tragen Sie nicht nur für sich, Sie erweisen Ihren Ansprechpartnern Respekt. Denken Sie daran, wenn Sie sich das nächste Mal einen Anzug kaufen wollen.
  4. Schwarze Schuhe schwarzen Gürtel, braune Schuhe braunen Gürtel.
  5. Die Farbe der Socken sollte der Hose entsprechen. Gilt nicht für Briten.
  6. Keine Socken in Sandalen – oft erwähnt, aber genauso oft noch immer ignoriert.
  7. Wenn Sie schon Sandalen anziehen – saubere Füße und ordentlich geschnittene Fußnägel sind Pflicht. Füße sind auch so schon meist nicht schön (bei Männern …)
  8. Wenn der Anzug an den Schultern nicht passt – dann kaufen Sie ihn nicht. Die Schultern kann man wirklich nicht ändern.
  9. Investieren Sie in gute , klassische Lederschuhe – und kümmern sich um sie. Schuhspanner benutzen und regelmäßig putzen, wachsen, polieren. Diese Schuhe können Sie viele Jahre durch Ihr Leben bekleiden und gewinnen an Charakter.
  10. Weniger ist mehr. Einige ausgesuchte, dezente Accessoires reichen vollkommen aus, um die gewünschte Aussage zu treffen. Goldkettchen und die entsprechende Uhr darf nicht sein.
  11. Kurzarm-Hemden gibt es nicht. Verinnerlichen! Es gibt die Möglichkeit, Hemden nach oben zu krempeln – falls die Situation extrem wird.
  12. Verlieren Sie würdevoll Ihrer Haare. Lassen Sie die Haare kurz schneiden und kümmern Sie sich nicht weiter um sie.
  13. Schwarz passt tatsächlich zu allem – das gleiche gilt für grau.
  14. Finden Sie einen guten Friseur und eine anständige Frisur, die zur Ihren Gesichtszügen passt, aber nicht mehr als ein paar Minuten Pflege am Morgen benötigt. Und halten Sie die Haare sauber und gepflegt.
  15. Sportschuhe sollten Sie dann anziehen, wenn Sie etwas sportliches vorhaben.
  16. Benutzen Sie keine halbe Flasche Parfüm auf ein Mal, Ihr Duft sollte nur auf kurze Distanz wahrnehmbar sein
  17. Besorgen Sie sich eine schmale, elegante Brieftasche und nehmen Sie nur das notwendigste an Zahlungsmitteln und Ausweispapieren mit. Münzgeld gehört in die Hosentasche!
  18. Es gibt nicht, was Sie gegen Falten in Leinen tun können!
  19. Ziehen Sie Kleidung an, die nicht nur dem Anlass sondern auch Ihrem Alter angemessen ist.
  20. Einstecktücher sollen das Oufit komplettieren und unterstützen. Ein Einstecktuch hat niemals die Farbe oder das Muster des Hemdes oder der Krawatte.
  21. Ein Anzug muss nur bei bedarf oder einmal in der Saison gereinigt werden. Ansonsten hängen Sie ihn über Nacht auf einem passenden Bügel nach draußen, glätten Falten mit Dampf und bürsten ihn aus.
  22. Ein Gentleman wird nicht nur erkennen, wenn er falsch liegt, er wird es auch bereitwillig zugeben.
  23. Versuchen Sie immer, etwas nicht zum vollen Preis zukaufen. Alles geht irgendwann in den Schlussverkauf.
  24. Wenn Sie eine Krawatte öffnen: Nicht am Knoten ziehen, sondern die umgekehrte Reihenfolge des Bindens befolgen.
  25. Es sollte ein Zeitpunkt in Ihrem Leben geben, an dem Ihre Unterwäsche nicht aus der Hose hervorschaut. Dieser Zeitpunkt ist erreicht, wenn Sie keine Windeln mehr tragen müssen.
  26. Finden Sie ein Drink, den Sie Ihren Lieblings-Drink nennen können. Bier oder Schnaps sind keine Option.
  27. Eine Person mit Stil behandelt Menschen in der Weise, in der sie selbst behandelt werden möchte.
  28. Eine glattes, weißes Hemd ist das universellste, praktischste und wichtigste Kleidungsstück. Kaufen Sie sich ein oder besser mehrere weiße, maßgeschneiderte Hemden – keine gewebten Muster, keine Spielereien, keine Brusttasche. Sie können das Hemd mit fast jedem anderen Kleidungsstück kombinieren und es wird nie aus der Mode kommen.
  29. Lernen Sie den Unterschied zwischen Derby und Oxford, Plain und Brogue, Monk und Chelsea. Die Verwendung von Schuhen und Anzügen ist oft an Ihre Geschichte gebunden: So, wie Brogues nicht an formellen Anlässen getragen werden sollten ist ein heller Anzug am Abend meist unpassenden.
  30. Bei jeder Regel gibt es mindestens eine Ausnahme, abgesehen von den Punkten 6, 11 und 22.

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[ 28 Dez 2010 | Keine Kommentare | 26 Betrachtungen]

Im Normalfall soll ein Auftritt durch die Argumente und die sachlich-logische Darstellung überzeugen. Grundvoraussetzung dafür ist aber eine positive Einstellung zu der Person des Präsentierenden – nicht umsonst heißt es “Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck”. Aus diesem Grund ist sein Aussehen, insbesondere seine Kleidung von Wichtigkeit, da er allein durch seinen Stil schon die Stimmung beeinflussen kann. Korrekte Kleidung sowie ein gepflegtes Äußeres sollten selbstverständlich sein. Natürlich muss die Bekleidung auf den Anlass abgestimmt sein.

Ein Anzug schadet sicher nicht, dieser muss allerdings von entsprechender Qualität sein und schlicht passen – zu lange Ärmel, zu breite oder zu schmale Schultern und kombiniert mit dreckigen oder abgelaufenen Schuhen führen zu einem gegenteiligen Eindruck. Eine Krawatte ist in konservativen Branchen Pflicht (Banken, Versicherungen etc.). Die einfachste Art, sich mit dem Tragen eines Anzugs abzufinden (sollte die Abneigung dagegen groß sein…) ist vielleicht der Gedanke, dass der Anzug eine symbolische Verneigung vor dem Kunden darstellt – man erweist Ihm Respekt. Und er bei zweiten Treffen vielleicht nicht mehr notwendig ist.

Als Grundregel kann gelten, dass der Redner nicht ins Extrem verfällt. Weder besondere modische Gags noch übertrieben konservative Anzüge sollten benutzt werden. Die Kleidung sollte so gewählt werden, dass sie nicht auffällt (und wenn, dann höchsten durch die gelungene dezente Kombination der Kleidungsstücke) und damit die Aufmerksamkeit vom Redner wendet. Damit sind auch Kugelschreiber und Taschentücher gemeint, die aus den Taschen hervorstehen.

Relativierend lassen sich Beispiele finden, die dem erwähnten dezenten Auftreten entgegen gehalten werden können. Eine Kunde, der sich im kreativen Bereich beraten lassen will, könnte erstaunt oder gar enttäuscht sein, dass der Präsentator im konservativen grauen Anzug aufläuft. Und Steve Jobs, der nicht in schwarzen Rollkragenpullover und Jeans eine Präsentation hält, dürfte auch zu heftigen Spekulationen führen. Für Fortgeschrittene heißt das: Wenn Du das A und O der Kleidung verinnerlicht hast kannst Du anfangen, Deinen eigenen Stil zu kreieren.

Und weil das ein umfassendes Thema ist und ich in meinem PM-Alltag doch sehr oft auf negative Beispiele treffe, werde ich aus dem Thema “Kleidung für den Businesseinsatz” eine Serie machen.

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[ 24 Nov 2010 | Keine Kommentare | 18 Betrachtungen]

Beim Gang durch die Büros sind wieder etliche Tisch-, Wand- und Weihnachtskalender sowie  Tassen, Stifte, Blöcke auf den Schreibtischen zu sehen, die von fleißigen Vertriebsmitarbeitern beauftragter Firmen angeschleppt und verteilt wurden. Dabei fällt mal wieder auf, wie lieblos – sprich: hässlich, billig oder nutzlos – diese Werbegeschenke zum größten Teil sind. Zuständig für die Beschaffung dieser Incentives sind bei größeren Firmen direkt die Marketing-Mitarbeiter oder Vertriebler, bei kleineren Firmen werden es wohl die Damen (und es sind meist Damen …) des Backoffice sein.

Macht es wirklich Sinn, diese zweifelhaften Incentives zu verteilen? Ich meine, dass es von Wertschätzung gegenüber dem Kunden spricht, sich bei der Auswahl anzustrengen und vielleicht auch etwas mehr zu investieren oder vor allem mehr anzustrengen. Oftmals haben Konzerne Compliance-Regeln, bis zu welchem Wert die Mitarbeiter Geschenke annehmen dürfen . Alles über diesem Wert wird als möglicher Bestechungsversuch gewertet (oder zumindest als Versuch der Einflussnahme). Dementsprechend sind enge Grenzen gesetzt. Aber trotzdem: Hässlich müssen die Tassen nicht sein. Und die Kalender zumindest funktional durchdacht.

Ich denke, dass es oftmals besser wäre, einfach nichts zu verschenken. Denn was soll ein Kunde denken, der die 20. weiße China-Billig-Tasse mit Firmenlogo-Aufdruck erhält?

Es verhält sich meiner Meinung nach genau so wie ein erstes Gespräch mit einem neuen Anbieter. Wenn die Vertreter des Anbieters mit fettigen Haaren und Norwegerpullovern (Vorsicht! Übertreibung) auftauchen und Beratung im ERP-Umfeld anbieten, wird man Ihnen wahrscheinlich nicht sonderlich viel Kompetenz zuschreiben. Und ja, rein fachlich wäre es wahrscheinlich vermessen, diesen Rückschluss zu ziehen. Aber Menschen sind im Allgemeinen einfach und der erste Eindruck lässt sich nur schwer revidieren. Also, warum sich nicht passend anziehen? Also, warum nicht ein originelles, auf den Kunden abgestimmtes Incentive zu Weihnachten verschenken? Oder es einfach ganz sein lassen. Bitte.