“Good Enough” lautet die neue Devise

Alltag / 15.04.20090 Kommentare

Jetzt mal Hand aufs Herz: Wer braucht privat eine Espressomaschine mit 20 Knöpfen, LCD-Display und automatischen Milchaufschäumer? Wie viel praktischer, günstiger und stilvoller ist die Bialetti, die in wenigen Minuten ein mindest ebenso genussreichen Trank zubereitet.

Und so schätze ich auch einen Trend für die nächsten Jahre ein. Für was Geld, Zeit und Ressourcen in ein teures, zu allem fähiges ERP-System stecken, wenn die ein kleineres System den größten Teil der gewünschten, aber 100% der benötigten Funktionen abdeckt und vielleicht nur 30% des ERP-Monsters kostet? Netbooks zeigen den “good enough” Ansatz in Vollendung: Keine Kategorie von Computern hat sich in den letzten 2 Jahren besser verkauft. Die Nutzer brauchen in vielen Fällen einfach keine Höchstleitung – sondern einfach ein stabiles, flüssig funktionierendes Gerät, mit dem Sie E-mail abrufen, Skypen, bloggen oder twittern (und so weiter…) können. Keine dieser Anwendungen benötigt leistungsfähigste Hardware.

Ein anderes Beispiel ist Apples iPhone. Es kann letztendlich nicht mehr als die aktuellen (und in vielen Fällen auch die schon etwas älteren) Windows Mobile PCs. Es gibt weniger Software dafür – so wie es sich an fühlt, allerdings nicht mehr lange.  Was es aber kann (und in der dritten Generation ist das allerhand) kann einfach bedient werden. Es stellt den Anwender bei der Anwendung vor wenige, wenn nicht überhaupt keine Rätsel. Und die Software wird einfach im iTunes-Shop gekauft. Bei meinem Windows Mobile Smartphone war ich erst mehrere Tage (bzw. Nächte) unterwegs, bis ich alles komplett hatte.

Es scheint mir der bedeutend bessere Ansatz zu sein, weniger Funktionen einzubauen, diese aber leicht bedien- und damit beherrschbar zu machen. Das gilt für Projektmanagement genau so wie für die Steuererklärung, Regierungsprogramme oder Haushaltsmaschinen.

Blinkenlights
Sing und schwing Dein Bein!
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