Daisy und die böse Bahn

Alltag / 11.01.20102 Kommentare

Da ich recht häufig mit der Bahn zwischen Hamburg und Stuttgart pendle, ist mein Schatz an Erfahrungen reich gefüllt. Eine Verspätung von weniger als 15 Minuten wird von mir schon nicht mehr als Verspätung wahrgenommen. Der Service ist schlecht (wie schon hier erwähnt), die Wagen oft in erschreckendem Zustand (insbesondere die Toiletten). Aber es ist trotzdem entspannter als Auto fahren (Versuchen Sie mal, am Freitag Abend an Würzburg vorbei zu kommen….) und bei kurzfristiger Planung günstiger als ein Flug. Außerdem kann man entspannt etwas arbeiten und vielleicht einen Film anschauen (der (heimliche?) Grund, warum es so viele Laptops / Netbooks gibt). Kommt aber der Winter wird es wild. Am Sonntag in Frankfurt hatten ALLE Züge Verspätung.

Nicht nur ist der Zug aus Hamburg schon mit 20 Minuten Verspätung (und er startet dort!) los gefahren – bei der Ankunft in Frankfurt waren es bereits 78 Minuten. Die Anschluss-Züge nach Stuttgart hatten zwischen 60 und 120 Minuten Verspätung. Insgesamt bewegte sich der Bereich der Verspätungen zwischen 15 und 360 Minuten – leider habe ich kein Foto von der Anzeigetafel gemacht. Die Durchsagen waren nur für ein Grinsen gut, die Sprecherin konnte einem Leid tun, die angegebenen Gründe waren z.B.

  • vereiste Weichen
  • Schaden am Triebwagen
  • Personen auf den Gleisen

Und dazu kamen noch falsch zusammen gestellt Züge – ein Wagen konnte nicht benutzt werden, da defekt. “Reisende mit Reservierung im Wagen 6: Bitte suchen Sie sich einen anderen Platz im Zug. Und geben Sie dem Schaffner Ihre Reservierung, damit er darauf notieren kann, dass der Wagen nicht bereit stand. Sie erhalten dann das Geld an der Information (??) ausgezahlt.”. Bei einem sehr vollen Zug ist das kein Spaß. Die Schlangen an der Information waren doch Recht lang.

Technik zum weglaufen: SE Xperia #2
Fundstück: Apple App Store Economy
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Kommentare
  1. Grafik says:
    Tja, und wie sich jetzt herausstellt, ist Daisy nicht der alleinige Grund für Verspätungen und Ausfälle. Die Bahn spart sich die Wartung und fährt nur noch halbe Geschwindigkeit – dafür beschleunigen die Preise um so mehr.

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