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Beiträge des Monats Dezember 2009

Technik »

[ 26 Dez 2009 | 4 Kommentare | 140 Betrachtungen]

Eigentlich hatte ich schon vor vielen Jahren die Nase voll von großen Massen-Hostern wie Strato, S4Y und 1&1. Es war klar, das ich zu einem kleinen, aber sehr gut bewerteten Hoster wechseln werde: Webperoni. und nachdem ich mehrere Monate (oder Jahre?) dort zufrieden meine Websites betrieben habe, wurde Webperoni von S4Y (steht für “SERVER4YOU”) übernommen. Also war ich wieder dort, im Dunstkreis der Massen-Hoster… obwohl ich mich so angestrengt hatte, dort weg zu kommen.

Der Aufwand eines Umzug erschien mir allerdings zu groß. Es waren  noch keine wichtigen Websites bzw. Anwendungen am laufen und ich vermutete, dass solche unter den dort reservierten Domains niemals laufen würden.

Einige Jahre später läuft recht viel auf dem bei S4Y betriebenen vServer, und es sind noch 4 Domains dazu gekommen. Mit jeder neuen Anwendung wurde der Speicher knapper, allein der Spam-/Virenfilter verbraucht schon 200 MB. Bei gebotenen 512 MB + 512 MB kurzzeitigem “Boost” (sogenanntes Flexram) unter vServer plus X3 ist das schon recht viel. An Tomcat ist nicht zu denken, obwohl es zumindest zum “spielen” praktisch wäre.

So kommt es mit Recht, dass S4Y die neue Generation der vServer plus (x4) aufgesetzt hat. Folgendermaßen sehen ungefähr die wichtigsten Änderungen aus (X3 -> X4):

  • 512 MB -> 2048 MB RAM (+ 512 MB -> 2048 MB Flexram)
  • 30 GB -> 50 GB HDD
  • 3 GHz -> 4 GHz CPU
  • + mehr Übertragungsvolumen etc.

Wobei mir der RAM-Speicher mit weitem Abstand das Wichtigste.

Also war die Hoffnung groß, dass meine lange Treue endlich belohnt wird (es sei erwähnt, dass ich erst vor kurzem von dem kleinsten Modell auf das mittlere umgestiegen bin). Aber weit gefehlt!

Es gibt kein automatisches upgrade auf die neuen Leistungen!

Nach einer langen, unerfreulichen Diskussion mit der Hotline bleibt im Gedächtnis: Automatisch wäre das ein viel zu großer Aufwand (Das ging schon vor einigen Jahren bei Webperoni, jetzt wird es nicht schwieriger sein.) Ein “downgrade” ist nicht möglich – was heißt hier downgrade? Es sind erweiterte Leistungsdaten, also ist es ein upgrade, egal, was für ein Label von S4Y verpasst worden ist. Und mal ganz direkt: die Technik der Virtualisierung wird zumindest von mir in RZs eingesetzt, um Maschinen leicht migrier- und skalierbar zu machen. So sieht eine Antwort von S4Y aus:

Hallo Herr Schmidt,

wir erklären uns gerne bereit, Sie auf das entsprechende wechseln zu lassen. Allerdings ist es nicht anders möglich, als dieses von Ihnen gewünschte Modell über unsere Webseite zu bestellen und eine Neuinstallation mit anschließendem Daten- und Domainumzug zu vollziehen. Hierfür senden wir Ihnen bei vorliegender Bestellung mit einem 12- oder 24 Monatvertrag ein entsprechendes Formular zu. Ein Mitarbeiter unseres Hauses wird sich dann mit Ihnen zwecks Deaktivierung des alten Servers telefonisch in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen / Best regards
xxx yyy

Klingt erstmal sinnvoll. Nur: Meine jetzige Kündigungsfrist beträgt 3 Monate. Mein jetziger Server funktioniert tadellos und es hat durchaus die ein oder andere Stunde gedauert, Ihn so zu installieren bzw. konfigurieren, wie er jetzt ist. Ich will also nicht nochmals alles installieren und eine viel längere Kündigungsfrist bekommen! Außerdem wird noch immer nicht erklärt, warum nicht einfach automatisch die neuen Leistungen zu Verfügung gestellt werden. Ich will, und deswegen habe ich keinen gehosteten Server, einfach schnell mehr Leistung bekommen, ohne alles neu installieren zu müssen! Den Rest der recht sinnlosen Diskussion per EMail erspare ich dem geneigten Leser.

Insbesondere ärgerlich ist das ganze, da ich vor wenigen Wochen ein upgrade auf einen größeren vServer gemacht habe. Nun ist der kleinste vServer der Generation X4 mit besseren Leistungsdaten ausgestattet als der mittlere vServer der Generation X3 (natürlich bei deutlich geringeren Kosten). Fühlt sich also gleich doppelt so gut an.

Es ist S4Y offensichtlich egal, was Kunden denken. Und ebenso egal ist die Erkenntnis, dass die Gewinnung von Neukunden mehr kostet als die Pflege von Bestandskunden.

Ich habe S4Y ein letztes Angebot gemacht (indem ich klar gestellt habe, dass ich einzig an dem größeren RAM-Speicher interessiert bin – geschehen Heute, 26.12.2009 um 11:30) und bin eigentlich nicht gespannt, wie die Antwort ausfällt – Massen-Hoster sind nicht an einzelnen Kunden interessiert, S4Y wird nicht darauf eingehen. Falls doch, werde ich mit Verwunderung reagieren und es hier erwähnen.

Und jetzt schaue ich mich nach einem neuen Provider um. Bzw. nach zwei, ich werde Domains und vServer voneinander trennen, damit ich endlich bei weiteren Umzügen schnell und vor allem unabhängig vorgehen kann. Anforderungen an den vServer sind nicht sonderlich hoch, minimal wie folgend:

  • 2048 MB RAM
  • 30 GB  GB HDD
  • 3 GHz CPU
  • 200 GB Übertragungsvolumen
  • Backup, möglichst über mehrere Generationen oder einfacher Download-Möglichkeit
  • Notfallkonsole
  • OS: Debian
  • Preis: unter 20 € pro Monat
  • Kündigungsfrist: max. 6 Monate

Über Tipps und Vorschläge freue ich mich,  hier jetzt noch der Mehrwert für denjenigen, der den Artikel bis zum Ende gelesen hat:

Ich kann S4Y nicht empfehlen. Vielleicht doch lieber ein kleines bisschen mehr zahlen und dafür ein entscheidendes bisschen mehr wie ein wichtiger Kunde behandelt werden. Die in der Werbung gebotenen Leistungen sind gut – aber genau deswegen ists ja Werbung, nicht? Der Service sieht dann etwas anders aus.

20091228: Wie erwartet ist auf mein “Angebot” nicht eingegangen worden. Die Antwort viel wie folgend aus:

“Hallo Herr Schmidt, die Vorgehensweise habe ich Ihnen mitgeteilt. Eine andere Möglichkeit ist leider nicht gegeben. Mit freundlichen Grüßen / Best regards I. V.”

Projektmanagement »

[ 10 Dez 2009 | Keine Kommentare | 33 Betrachtungen]

Wie Andreas Heilwagen gerade in seinem Projektmanagement-Blog schreibt, ist die deutsche Übersetzung von “Managing Successful Projects with PRINCE2™” jetzt verfügbar, und zwar als PDF und als Buch.  Gerade der Trend, dass die Bücher auch als PDF erhältlich sind, ist zu begrüßen. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass es bald eBooks gibt, die richtig gut mit PDFs umgehen können.

Interessant ist natürlich der Aspekt, dass die Bücher nach Auskunft zweier Blogs (deren Namen mit leider nicht mehr einfällt…) zeitgleich mit den englischen Ausgaben erscheinen sollten. Aber immerhin – in der letzten Version hat es noch 2 (oder waren es 3?) Jahre gedauert. Mal schauen, wann die deutsche Übersetzung von “Directing Successful Projects with PRINCE2™” erscheint.

Und als kleiner Lesetipp: Auf Alltop findet sich die Kategorie “Project Management“, in der allerhand interessante PM-Blogs aufgeführt sind.

Projektmanagement »

[ 3 Dez 2009 | Keine Kommentare | 14 Betrachtungen]

In einem Gespräch mit indischen Kollegen:

“It’s a good idea, but I don’t like it.”

Alltag »

[ 1 Dez 2009 | Keine Kommentare | 47 Betrachtungen]
Buguinha Dub (Libre Comme Lair)

Buguinha Dub

Internet ist nicht nur ungemein praktisch, ungemein herausfordernd und ungemein zeitraubend – es bietet auch das ein oder andere kostenlose Schmankerl. Dub gehört, neben Reggae, zu den Musikrichtungen, die ich ab und zu sehr gerne höre. Im Internet gibt es einige Quellen, die einen mit wirklich guter Dub-Musik versorgen können. Eine davon ist die LCL (Libre Comme Lair) – ein französisches Dub und Elektro Netlabel. Unter den Downloads (also “Audio” bezeichnet)  sind etliche gute Sachen zu finden, eine Empfehlung ist die LP “Buguinha Dub”  (LCL 13).

Ein anderes frei erhältliches Album, welches absolut toll klingt, ist hier bei Revolutionary Dub Vibrations zu finden. Das Album “Chapter One” ist wirklich gut und hat mir schon etliche Stunden versüßt. Unbedingt anhören.

Etwas härter, aber dafür auch belebender, ist die Formation Dubalizer.  Das Album “Sub Existência” kann bei Fresh Poulp Records – einem anderen französischen Netlabel – kostenlos heruntergeladen werden.